Die Storchenwiese muss bleiben

Willkommen auf der Website der Bürgerinitiative Storchenwiese | Haslach im Kinzigtal

Vortragsabend

Stadtplanung in der (Klima-)Krise

Die BI „Storchenwiese Haslach“ und der BUND Mittleres Kinzigtal laden ein zum Vortrag „Stadtplanung in der (Klima-)Krise“. Nicht erst seit den Überflutungen im Ahrtal spüren wir die Auswirkungen der Klimakrise auch hierzulande. Hauptursache sind die menschengemachten Treibhausgasemissionen. Der Gebäudesektor ist für rund 40 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Andererseits sind die Städte insbesondere durch Trockenheit und Hitze von der Klimaerwärmung betroffen. Die Stadtplanung steht damit vor neuen Herausforderungen. Die hohen Emissionen müssen gesenkt und die Stadt als Ganzes widerstandsfähiger gegen die Klimaerwärmung gemacht werden.  

In seinem Vortrag mit anschließender Diskussion im Kino Haslach wird Fritz Mielert, Umweltreferent beim BUND Baden-Württemberg, auf die Folgen der Klimaerwärmung in der Stadt und die damit verbundenen Herausforderungen für die Stadtplanung und -gestaltung eingehen. 

Die Treibhausgasemissionenen im Gebäudesektors entstehen beim Bau, der Nutzung und irgendwann beim Abriss der Gebäude. Wie kann also möglichst flächensparend und klimaneutral gebaut werden? Welche Maßnahmen beim Ausbau, Umbau und bei Sanierungen müssen ermöglicht werden, damit der Gebäudesektor klimaneutral wird? Durch die Erfordernisse des Klimaschutzes müssen für die Stadtplanung neue Prioritäten gesetzt werden. Dazu gehört auch die Frage, was über den Gebäudesektor hinaus getan werden muss, um unsere Stadt insgesamt widerstandsfähiger gegen die zunehmende Klimaerwärmung zu machen. Schließlich ist zu diskutieren, wie sich die Bürger auf dem Weg zur klimaresilienten Stadt an der Stadtplanung und -gestaltung aktiv beteiligen können. Dazu bietet diese Veranstaltung eine gute Gelegenheit. 

Wo? Kino Haslach, Neue Eisenbahnstraße 8

Wann? Mittwoch 10. November, 18.30 Uhr

Der Eintritt ist frei!


Bäume statt Häuser

Um ein sichtbares Zeichen für den Erhalt der Storchenwiese und gegen den Raubbau der Natur zu setzen, wurde die vorhandene Streuobstwiese im Osten erweitert - um 32 Bäume. Das Angebot zur Teilnahme war kaum gemacht, da waren die Bäume bereits vergeben. 32 Baumpatenschaften, die sich für den Erhalt der Storchenwiese und für eine unbebaute Umgebung einsetzen, sind das Ergebnis. Das ist ein riesiger Erfolg, der uns sehr freut! Passend dazu hier weiterhin das Merkblatt "Baumpatenschaft" und die Anleitung "Was ist zu tun?".

Presseresonanz zur Baumpflanzaktion

Sowohl der Schwarzwälder Bote als auch das Offenburger Tageblatt nahmen sich Zeit, um die Pflanzaktion zu besuchen und darüber zu berichten. Den Beitrag von Christine Störr im Schwabo gibt es hier online zum Nachlesen, den Artikel von Christine Aberle im OT auf baden-online.de hier. Fotos von der Aktion gibt es in der anschließenden Galerie.

Aufruf

"Rettet die Storchenwiese!" steht auf einem Transparent genau dort, wo Haslachs nächste grüne Wiese bebaut werden soll. 

Die Bürgerinitiative Storchenwiese fordert: Wir dürfen nicht einfach weiter wie bisher Flächen bebauen und Ressourcen verbrauchen. Stattdessen sollten Flächen bewahrt, die Natur geschützt und unseren Kindern und Enkeln stadtnahe Grünflächen hinterlassen werden. Das ist unsere Verantwortung. Es müssen andere Wege gefunden werden, um Wohnraum zu schaffen. Ein "Weiter So!" ist keine Option.

DIE BÜRGERINITIATIVE STORCHENWIESE RUFT DAZU AUF, JETZT STOP ZU SAGEN! 

Wenn wir jetzt zeigen, dass wir viele sind, die den Raubbau an der Natur ablehnen, können wir uns Gehör verschaffen und für eine Kursänderung sorgen. Noch ist kein Bagger angerückt, kein Spatenstich erfolgt. 

Unterstützen Sie die Petition zum Erhalt der Storchenwiese - entweder auf der ausliegenden Liste im Kiebitz (Am Schafsteg) oder direkt online hier.

Demografie und Neubaugebiete

Die Bürgerinitiative hatte zum Vortrag ins Kino Haslach geladen. Stefan Flaig von Ökonsult aus Stuttgart stellte in diesem vor, wie Stadtenwicklung auf die Herausforderungen der Zukunft - vor allem die demografische Entwicklung - eingehen müsse. Den Mitschnitt finden Sie bei Youtube unter https://youtu.be/JOsUdt5xl8g.

Im Anschluss an seinen Vortrag entwickelte sich eine intensive Diskussion - unter anderem waren auch Haslachs Bürgermeister Philipp Saar und weitere Mitglieder des Gemeinderats anwesend. Online hat darüber das Offenburger Tageblatt berichtet: Den Bericht und einen Kommentar - zugänglich nur für Abonnenten oder nach Bezahlung - finden sich hier: Artikel "Sind Neubaugebiete unnötig" und der Kommentar "Beziehung nicht gefährden"

Unser Anliegen

Die Stadtverwaltung will die sogenannte Storchenwiese (Brühl 3) südlich der Manfred-Hildenbrand-Straße bebauen. Ersten Plänen zufolge sollen dort 25 Einfamilienhäuser entstehen. Das ist unserer Meinung nach eine falsche Entscheidung. Denn es gibt viele Gründe, die für den Erhalt dieser Fläche sprechen, respektive zum Nachdenken darüber anregen. Fünf davon haben wir auf dieser Seite zusammengestellt: 

Fünf Gründe für ein Umdenken

#1 Grünflächen erhalten

Die Storchenwiese mit ihrem Wassergraben ist ein Naturparadies und Lebensraum für viele heimische Pflanzen und Tiere. Hier finden sich Libellen, Frösche, Molche und Schmetterlinge. Sie wird im Volksmund nicht umsonst Storchenwiese genannt, da die Feuchtwiese (Brühl bedeutet "bewässerte Wiesen") gerade für den auf der Kirche brütenden Storch der nächste und damit ideale Nahrungsgrund ist.  

#2 Zukunftsfähig bleiben

Brühl 3 ist die letzte ebene bebaubare Fläche im Stadtgebiet. Würde das Vorhaben umgesetzt, hat die Stadt keine Reserven mehr. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der alternden Bevölkerung sind seniorengerechte und preiswerte Mietwohnung für die Zukunft der Stadt viel wichtiger. Aus Sicht des Klimawandels ist zudem der Erhalt von Frischluftschneisen für die Innenstadt von großer Bedeutung.

#3 Fragwürdiges Verfahren

Der Gemeinderat hat in seiner Abstimmung zur Bebauung von Brühl 3 das "beschleunigte Verfahren" nach §13b BauGB angewandt. Dieses Verfahren war ursprünglich dafür gedacht, einfacher kostengünstigen Wohnraum auch zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zu schaffen - unter anderem durch den Wegfall einer Umweltverträglichkeitsprüfung und der naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen. Einfamilienhäuser hatte der Gesetzgeber beim "beschleunigten Verfahren" nicht im Sinn. Zudem steht die mehrheitliche Entscheidung des Gemeinderats im Widerspruch zu den von Landes- und Bundesregierung angestrebten Zielen "Reduktion des Flächenverbrauchs" und "Innenentwicklung vor Außenentwicklung".

Ihre Stimme ist gefragt

Sie können die BI ganz einfach unterstützen! Dieser Button führt Sie direkt zu unserer Online-Petition bei Openpetition. Wir möchten dem Gemeindeparlament zeigen, dass die Bebauung der Storchenwiese von vielen Haslacherinnen und Haslachern kritisch gesehen wird. Neben Ihrer Unterschrift ist es auch möglich, einen öffentlich einsehbaren Kommentar zu hinterlassen. Diese sind hier nachzulesen

#4 Ökologische Folgen

Da keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen werden muss (siehe Punkt #3), ignoriert die Stadtverwaltung mögliche Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt und das Mikroklima. Die Storchenwiese ist nicht nur Lebens- und Erholungsraum, sondern auch Frischluftschneise für die dicht bebaute Altstadt. Welche Folgen die Bebauung für die Versickerung und den Grundwasserspiegel - angesichts der immer trockeneren Sommer ein drängendes Thema - haben wird, lässt die Stadt ebenfalls nicht prüfen.

#5 Enteignung

Das geplante Baugebiet ist nicht komplett im Besitz der Stadt. Dort haben einige Haslacherinnen und Haslacher ihren Garten, nutzen die Fläche als Acker- oder als Grünland. Die Stadtverwaltung hat bereits angekündigt, die betreffenden Flächen kaufen zu wollen - und bei einer Nichteinwilligung eine Umlegung zu forcieren. Das käme einer Enteignung gleich, da es keine passenden Ausgleichsflächen gibt, und stellt Einzelinteressen vor Gemeininteresse.

Argumente in Wort und Bild

In diesem Video erläutern Rudi Allgaier, Stephan Ziehms, Karl-Heinz Wössner, Joachim Eitel, Alois Krafczyk und Martin Eitel warum sie Teil der Bürgerinitiative sind und was aus deren Sicht gegen die Bebauung der Storchenwiese (Brühl 3) mit Einfamilienhäusern spricht.  
Für die Realisation dankt die BI Stefan Hättich von filmmomente.de.

Unterstützen?

Sie können die Arbeit der Bürgerinitiative durch Ihre Unterschrift unter die Petition und finanziell unterstützen. Die Kontonummer der BI bei der Sparkasse Haslach-Zell lautet DE32 6645 1548 0000 6127 48 (BIC SOLADES1HAL). 

Viele Köpfe, ein Anliegen

Gegründet wurde die BI zum Erhalt der Storchenwiese am 8. Juli 2020 im Vereinshaus der Historischen Bürgerwehr und Bürgerinnen. Das Führungstrio besteht aus (in alphabetischer Reihenfolge) Rudi Allgaier, Karl-Heinz Wössner und Stephan Ziehms. Zu den Unterstützern der ersten Stunde zählen unter anderem Alois Krafczyk, Joachim Eitel, Patrick Merck und Yannik Hinzmann. 

Heinrich Hansjakob hat schon vor mehr als 100 Jahren moniert, dass Umweltschutz nicht immer ernstgenommen wird: "Man hat ein Gesetz zum Schutz alter Denkmäler. Ich wollte, es gebe auch ein solches für Erhaltung schöner Bäume und Gesträucher."

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Bestehende Grünflächen sollten nicht vorschnell und ohne Reflektion anderer Ideen verbaut werden. Zu schnelles Handeln in alten Schemata kann zu unwiderruflichen Fehlern führen. 

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Bauen ohne auf die Natur zu achten und unter Ausnutzung eines Gesetzes, das für andere Zwecke geschaffen wurde? Da stimme ich nicht zu.

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Haslach braucht Wohnraum, aber keine weiteren Einfamilienhäuser. Man sollte sich der demografischen Entwicklung stellen und dementsprechend handeln. Dafür muss das Brühl nicht bebaut werden - und schon gar nicht mit Einfamilienhäusern.

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Das Brühl, einst von unzähligen Bewässerungsgräben durchzogen, ist nicht nur eines der Hauptnahrungsgebiete der Weißstörche, die zu Haslach gehören, sondern auch Naherholungsgebiet, die „grüne Lunge“ der Stadt.

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